Lea Letzel

SONS SANS SENS, 2014

Sound- und Videoinstallation, Neonschriftzug, 20 x 250 cm

Die Strukturen von Webstuhl und Gewebe sind in der Notation miteinander verbunden. Ähnlich wie die konventionelle Notenschrift dem Musiker den Verlauf einer Melodie vermittelt, lässt sich über die Webpartitur bereits die Gestalt des zukünftigen Werkstücks ablesen. Besonders auffallend ist dabei nicht nur die visuelle Ähnlichkeit der vertikal verlaufenden Kettfäden zu Notenlinien, sondern ebenso das musikalische Vokabular innerhalb der beiden Notationssysteme: Die Weber sprechen von einer Partitur und dem Webstuhl als ihrem Instrument. 1677 gibt Marx Ziegler das „Weber Kunst und Bild“-Buch heraus, das zwischen 1708 und 1736 von Nathanael Lumscher als neueingerichtetes erweitert wird und als erstes Musterbuch Muster von Geweben archiviert und reproduzierbar macht. Diese frühen Muster der Handweberei werden von Sabine Akiko Ahrendt und Dominik Susteck musikalisch interpretiert. Sabine Akiko Ahrendt (Violine) und Dominik Susteck (Orgel) Mitschnitt vom Konzert am 09. Juni 2015 in der Kunst-Station St. Peter, Köln, Tonaufnahme: Judith Nordbrock und Gerald Schauder, Mischung: Judith Nordbrock.

1. Projekt

Betreuung: Prof. Andreas Henrich, Prof. Heide Hagebölling-Eisenbeis, Olivier Arcioli

Lea Letzel

Geboren 1984 in Starnberg. Studium (Diplom II) an der Kunsthochschule für Medien Köln seit 2012.